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Sternrußtau an Rose

Sie bekommen von Ihren Kunden häufig Fragen gestellt, die Sie aus dem Effeff beantworten sollten. In dieser Serie gibt Ihnen campos dafür die wichtigsten Infos und Tipps.

Sternrußtau, Diplocarpon rosae, hat aufgrund seiner ausgeprägten Symptomatik und schwierigen Bekämpfung eine Sonderstellung unter den bei Rosen vorkommenden Pilzen. Charakteristisch sind bereits früh im Jahr auftretende, dunkle bis schwarze Flecken auf den Blättern. Bei näherem Hinsehen zeigt sich insbesondere bei isolierten Flecken auf den grünen Blättern der sternförmige Charakter der bis zu 3 cm großen Verfärbungen an dessen Rand, die dann – in Verbindung mit der dunklen Farbe – auch zur Namensgebung geführt haben. Innerhalb dieser dunklen Flecke sind meist im Zentrum kleine Erhebungen erkennbar, die sich bei näherer Lupenbetrachtung als Ansammlung von etwa 0,5 mm kleinen Fruchtkörpern darstellt, die ihrerseits Sporen abgeben und so für eine weitere Verbreitung des Pilzes sorgen. Förderlich für die Infektion sind dabei längere Blattnässedauer, hohe Luftfeuchte sowie Temperaturen zwischen 15° C und 27° C. Unter günstigen Bedingungen benötigt der Pilz von der Infektion bis zur Ausbildung erster Symptome am Blatt und der Produktion von Vermehrungseinheiten weniger als eine Woche. Stärker befallene Blätter vergilben infolge einer Infektion im Laufe der Zeit auch rasch und werden frühzeitig abgeworfen, sodass die Rosenbüsche im unteren Bereich teils völlig blattlos sind. Auch Triebe können befallen werden, die dann dunkle Verfärbungen aufweisen. Durch den frühen Laubfall, der auch indirekt eine geringere Frosthärte zur Folge hat, sowie den möglichen Triebbefall werden die Rosen stark geschwächt und anfällig für andere Schaderreger. Sie kümmern im Wachstum sowie in der Blüte und können bei starkem Befall auch absterben. Die Überwinterung des Pilzes erfolgt bevorzugt in den Blättern, aber auch in den Knospen und Trieben. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt es sich, das befallene Laub und Schnittgut gewissenhaft zu entfernen. Bewässerungen über Kopf am Abend (die eine lange Blattnässe zur Folge haben) sollten vermieden werden. Auch sollte vorbeugend ein großer Pflanzabstand eingehalten werden. Durch Mulchen lässt sich die Gefahr einer Infektion über das Spritzwasser vom Boden her etwas reduzieren. Bei der Sortenwahl sollten bevorzugt ADR-Rosen verwendet werden. Teils können auch Empfehlungslisten online bei den Pflanzenschutzämtern auf deren Webseiten abgerufen werden. Der Einsatz von Fungiziden ist ebenfalls möglich. Einsetzbar im Haus- und Kleingarten im Freiland sind Produkte wie Duaxo Rosen Pilz-frei (Difenoconazol), Pilzfrei Ectivo (Myclobutanil) oder Bayer Garten Rosen-Pilzfrei Folicur (Tebuconazol). Text und Bild: Thomas Lohrer Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan (FGW) an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) Fast Food für Pflanzenschützer


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