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LWG Veitshöchheim: Vielversprechende Ergebnisse mit Biogas aus Wildpflanzen
Buntgemischten Wildpflanzen können bei der Produktion von Biogas mit Mais-Monokulturen konkurrieren - das ergab ein Versuch der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Die bisherigen Ergebnisse sind sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sehr vielversprechend. Deshalb geht das Projekt „Energie aus Wildpflanzen“ nun in die Verlängerung.
Doch was unterscheidet nun den Energiegewinn aus Mais von dem aus Wildpflanzen? „Mais muss zum Beispiel jedes Jahr neu gesät werden“, erklärt Dr. Birgit Vollrath von der LWG. „Dadurch ist auch eine jährliche intensive Bodenbearbeitung notwendig.“ Doch nicht nur das: Die Maispflanzen müssen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, um sich gegen Schädlinge wehren zu können. Darüber hinaus laugt eine einseitige intensive Bewirtschaftung die Böden aus. Ein hoher Einsatz von Düngemitteln belastet das Grundwasser.
All diese Nachteile des Maisanbaus entfallen bei den artenreichen Energiepflanzen der LWG-Versuche. Im Gegenteil: Nur alle fünf Jahre muss voraussichtlich der Boden bearbeitet werden. Der Landwirt braucht weder Beize noch Pflanzenschutzmittel einzusetzen, spart Dünger, Kosten und Arbeitszeit. Boden und Grundwasser werden geschont.
Doch wie hoch ist die Gasausbeute bei einem so hohen ökologischen Nutzen? Die Firma Saaten Zeller in Miltenberg, die gemeinsam mit der LWG die Saatmischungen zusammenstellt und testet, hat mehrere Mischungen im Versuch. Erste Vergasungsversuchezeigen: Biomasseernte und Methanausbeute einiger Samenmischungen liegen im ersten Jahr zum Teil weit über denen aus Maisbeständen. LWG
(c) DEGA GALABAU/campos online, 28. Juli 2010
