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Chinesische Bleiwurz - Ceratostigma plumbaginoides

Wenn uns der November sonnig begrüßt, erstrahlen viele der späten Herbstschönheiten noch einmal in vollem Glanz, wie die als guter Bodendecker bekannte Ceratostigma plumbaginoides , die sich durch eine späte azurblaue Blüte und eine rote Herbstfärbung auszeichnet.

Herkunft und Name: Der botanische Name Ceratostigma ist aus dem Griechischen abgeleitet (keras = Horn und stigma = Narbe) und weist auf die für die Blüte typischen fünf hornartig gebogenen Narbenäste des Griffels hin. Er erklärt damit auch die seltener verwendete deutsche Bezeichnung „Hornnarbe“. Häufiger findet man den deutschen Namen „Chinesische Bleiwurz“, die sich einmal von der Heimat (Westchina) und der Artbezeichnung plumbaginoides ableitet, was so viel bedeutet wie „dem Bleiwurz ähnlich“ und auch auf die Zugehörigkeit zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) hinweist. Tatsächlich gleicht der aus den Hochländern Asiens stammende Boden decker im Blütenaufbau der in Südafrika beheimateten Bleiwurz Plumbago auriculata , die, bei uns nicht winterhart, häufig als „mediterrane“ Kübelpflanze zu finden ist. C. plumbaginoides ist genau genommen ein Halbstrauch mit leicht verholztem Wurzelstock.

Merkmale: Die Pflanzen treiben sehr spät aus. Bis zum Sommer wachsen sie zu flächigen, circa 20 bis 30 cm hohen Pflanzen heran, die sich über unterirdische Ausläufer rasch ausbreiten. Die aufrechten Triebe sind am Grund leicht verholzt. Die ersten Blüten von circa 2 cm Durchmesser erscheinen in endständigen Köpfen im Spätsommer (August bis September) bis in den November. Die im Sommer dunkelgrünen Laubblätter sind verkehrt eiförmig und färben sich im Oktober, spätestens nach dem ersten Frost leuchtend rot. Aus dem leicht verholzten Wurzelstock bildet sich ein dichtes Geflecht drahtiger Ausläufer, das diese Art zu einem verlässlichen Bodendecker macht.

Standort und Verwendung: C. p. liebt sonnige bis halbschattige warme Plätze auf durchlässigen lehmigen Böden und ist sehr hitze- und trockenverträglich. An einem vollsonnigen Standort toleriert sie bei gutem Wasserabzug ebenso nährstoffreiche, feuchte Böden. Sie bildet sich rasch ausbreitende Teppiche, die aufgrund des späten Austriebs ideale Bedingungen für früh blühende Zwiebel- und Knollenpflanzen als Vorläuferstauden bieten. Für trockene, sonnige und häufig auch flachgründige Böschungen ist sie hervorragend geeignet. C. p. bietet eine hervorragende Bühne für weit überneigende, im Herbstwind tanzende Gräser. Ideale Partner sind spät blühende oder silberlaubige Stauden.


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