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Lampenputzergras – Pennisetum alopecuroides
Herkunft und Name: Einige Fachleute behaupten, dieses Gras stamme aus Australien und werde deshalb auch als „Känguru-Gras“ bezeichnet, andere beschreiben es als ein Gras der asiatischen Tieflandwiesen und nennen es „Japanisches Federborstengras“. Beides ist richtig. In Europa wird es seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kultiviert. In Amerika ist das Federborstengras mittlerweile so stark verbreitet, dass viele es gar als nordamerikanisches Präriegras ansehen. Der Gattungsname stammt aus dem Lateinischen (penna = Feder, seta = Borste) und weist auf den Blütenstand hin. Auch mit dem aus dem Griechischen abgeleiteten Artnamen (alopex = Fuchs, oura = Schwanz) werden die typischen Blüten- und Fruchtstände beschrieben.
Merkmale: P. alopecuroides ist ein Süßgras (Poaceae) in der Gruppe der Ährenrispen-Gräser. Die Ährchen sind in zylindrischen, je nach Sorte 8 bis 25 cm langen Ährenrispen angeordnet. Die Rispenspindel und die sehr kurzen, stets verzweigten Rispenäste werden erst beim Zergliedern der Rispe sichtbar. Federborstengräser treiben spät im Mai aus. Die Blütezeit erstreckt sich vom Juli bis in den September, die Blütenfarbe reicht von dunklem Purpur bis zu Cremeweiß. Das sommergrüne Laub färbt sich im Herbst goldgelb bis braun und bleibt meistens den ganzen Winter über ansehnlich. Die Blätter bilden mit den Halmen 30 bis 150 cm hohe und vom Grund her verzweigte Horste, die sich gefällig überneigen und das Gras als ein Solitärgras kennzeichnen.
Standort und Verwendung: Federborstengräser bevorzugen warme Standorte in der vollen Sonne oder im lichten Schatten und sind wenig anspruchsvoll gegenüber dem Boden. Sie vertragen jedoch während der Jugendphase keine lang anhaltende Trockenheit. Gerade zur Ausbildung der Blütenstände benötigen sie einen gleichmäßig feuchten Boden. Wenn die Pflanzen trotz guter Versorgung nicht mehr recht blühen, müssen sie im Frühjahr bis Frühsommer aufgenommen und geteilt werden. Das Federborstengras wirkt erst, wenn sich die Blüten- und Fruchtstände auf den Halmen frei bewegen können. Sie sollten immer abstandhaltend verwendet werden.
Sorten und Begleitpflanzen: Empfehlenswert sind ‘Cassian’ (bis 100 cm hoch), ‘Compressum’, eine Gruppe der besten deutschen Auslesen, und ‘Hameln’ (ähnlich wie ‘Cassian’, aber 60 bis 80 cm hoch). Kleine Sorten (< 45 cm), die toll zu Kissenastern passen, sind ‘Little Honey’ und ‘Little Bunny’. Federborstengräser wirken in einem Teppich von Bodendeckern ebenso wie in einer mit Kies gemulchten Fläche.
