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Crocus vernus – der großblumige Garten-Krokus
Herkunft und Name: Die rund 90 Arten umfassende Gattung
Crocus gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und
hat ihr Genzentrum in der Türkei, wo man auch heute noch das größte
Artenspektrum findet (circa 70 Arten). Der Gattungsname ist wahrscheinlich
aus dem Griechischen abgeleitet und weist auf den auf Kreta
wild wachsenden Safran-Krokus ( Crocus sativus ) hin, von dem man die
als Gewürz, Färbe- und Arzneimittel genutzten Safranfäden gewinnt
(griech.: króke = Faden). Der Artname vernus, aus dem Lateinischen
abgeleitet, weist den hier vorgestellten Crocus eindeutig als Frühjahrsblüher
aus. Sie blühen zu Tausenden auf Gebirgshängen bis in Höhen
um 2.000 m, zum Beispiel in den Karpaten oder Pyrenäen. Man findet
sie aber auch an Waldrändern oder auf offenen Bergwiesen.
Lampenputzergras – Pennisetum alopecuroides
Herkunft und Name: Einige Fachleute behaupten, dieses Gras stamme aus Australien und werde deshalb auch als „Känguru-Gras“ bezeichnet, andere beschreiben es als ein Gras der asiatischen Tieflandwiesen und nennen es „Japanisches Federborstengras“. Beides ist richtig. In Europa wird es seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kultiviert. In Amerika ist das Federborstengras mittlerweile so stark verbreitet, dass viele es gar als nordamerikanisches Präriegras ansehen. Der Gattungsname stammt aus dem Lateinischen (penna = Feder, seta = Borste) und weist auf den Blütenstand hin. Auch mit dem aus dem Griechischen abgeleiteten Artnamen (alopex = Fuchs, oura = Schwanz) werden die typischen Blüten- und Fruchtstände beschrieben.
Hirschwurz-Haarstrang - Peucedanum cervaria
Das Jahr geht zur Neige, im Garten wird es ruhig und ich überlege, welche
winterliche Schönheit ich Ihnen in der Dezemberausgabe empfehle.
Bei einem Gang durch den Garten fällt mein Blick auf einen Doldenblütler
– die Hirschwurz – fein strukturiert und in der kalten Morgensonne
von Rauhreif überzogen besonders wirkungsvoll.
Chinesische Bleiwurz - Ceratostigma plumbaginoides
Wenn uns der November sonnig begrüßt, erstrahlen viele der späten
Herbstschönheiten noch einmal in vollem Glanz, wie die als guter
Bodendecker bekannte Ceratostigma plumbaginoides , die sich durch
eine späte azurblaue Blüte und eine rote Herbstfärbung auszeichnet.
Calamagrostis brachytricha – Diamantgras
Wenn die herbstliche Morgensonne auf das Beet vor meinem Fenster
fällt, erscheinen sie wirklich wie Edelsteine, die mit Tautropfen besetzten
Rispen von Calamagrostis brachytricha. Da bedarf es keiner großen
Erklärung des deutschen Namens „Diamantgras“.
Quirlblättriges Mädchenauge - Coreopsis verticillata
September – die Zeit des Altweibersommers ist angebrochen. Aber
mein Monatstipp gilt nicht alten Damen, sondern leuchtenden
Mädchenaugen:
Heuchera villosa var. macrorrhiza
Meine Empfehlung für den August gilt einer Blattschmuckstaude, die auch an trockenen, schattigen Plätzen eine gute Figur abgibt, unter den unendlich vielen Hybrid-Sorten der Gattung Heuchera aber zu Unrecht wenig Beachtung findet – dem Spitzblättrigen oder Samtigen Purpurglöckchen.
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