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Calamagrostis brachytricha – Diamantgras
Wenn die herbstliche Morgensonne auf das Beet vor meinem Fenster fällt, erscheinen sie wirklich wie Edelsteine, die mit Tautropfen besetzten Rispen von Calamagrostis brachytricha. Da bedarf es keiner großen Erklärung des deutschen Namens „Diamantgras“.
Herkunft und Name: Der Gattungsname des aus Asien stammenden Diamant-Reitgrases setzt sich aus den griechischen Wörtern kalamos = Rohr und dem für Gras verwendeten agrostis zusammen. Der Artname brachytricha leitet sich ebenfalls aus dem Griechischen ab (brachys = kurz, tricho = behaart) und soll die charakteristischen feinverzweigten Ährchen beschreiben. Die gärtnerisch kultivierten Pflanzen stammen fast ausschließlich von Material ab, das in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts in Südkorea entdeckt wurde. Der Amerikaner Richard Lighty fand es dort und führte es als „Korean Feather Reed Grass“ (Koreanisches Feder-Rohr-Gras) in der westlichen Welt ein. Merkmale: Calamagrostis brachytricha ist ein sehr robustes aufrecht wachsendes Horstgras, das im Gegensatz zu dem verwandten, in straff aufrechten Bündeln wachsenden Garten-Sandrohr (C. × acutiflora) nach oben deutlich breiter wird. Es sollte deshalb eher abstandhaltend oder benachbart mit niedrigeren Stauden verwendet werden. Die Blatthorste treiben sehr früh aus (Mitte April), sind frisch grün, bis circa 80 cm hoch und leicht überneigend. Im Herbst färben sie sich goldbraun. Die Blütenhalme erreichen je nach Standort 120 bis 150 cm. Die sich im September rötlich-violett entfaltenden Blütenrispen verfärben sich später silbergrau. Das Gras ist sehr stand- und winterfest. Standort und Verwendung: Am besten präsentiert sich das Diamant- Reitgras an einem sonnigen Standort in einem nicht zu trockenen, aber durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden. Es gilt aber auch als schattenverträglich und kann deshalb im lichten Schatten von Gehölzen verwendet werden. Hier sind die Blütenstände lockerer und kleiner. Das Diamantgras passt in die klassische Staudenrabatte, als auch in eine naturnahe Pflanzung. Der Rückschnitt sollte wie bei allen herbstblühenden Stauden und Gräsern erst im zeitigen Frühjahr erfolgen. Begleitpflanzen und Sorten: Die idealen Begleiter sind herbstblühende Stauden. Der bildhafte Vergleich „Diamanten und Saphire“ für Astern und Diamantgräser spricht für sich. Im Frühjahr helfen sich Gräser und Zierlauch gegenseitig: Die Kugeln sorgen für frühe Aspekte, während die Grashorste das zur Blüte des Lauchs bereits unattraktive Laub verdecken.
