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Stachys macrantha ’Superba’

Heute gilt mein Tipp dem Großblumigen Ziest, einer sommerblühenden Staude. Sie ist häufig in der klassischen Rabatte zu finden. Meiner Erfahrung nach ist sie weniger anspruchsvoll, als ihr oft nachgesagt wird.

Herkunft und Name: Die Staude ist im Kaukasus, im Iran und in der Türkei auf Wiesen und an Felshängen bis in Höhen von 2 700 m beheimatet. In der Gartenliteratur findet man mehrere Namen in abgewandelter Form in Gattung und Art. Ob Betonica macrantha oder Stachys grandiflora – gemeint ist immer der Großblütige Ziest, aktuell im Zander unter Stachys macrantha geführt. Er wurde bereits um 1800 in einigen Sorten gärtnerisch kultiviert. Merken kann man sich den Namen der circa 300 Arten umfassenden Gattung wohl besser, wenn man weiß, dass er aus dem Griechischen abgeleitet ist, so viel wie „Ähre“ bedeutet und somit auf die Blütenquirle in aufrechten, endständigen Scheinähren hinweist. Der Artname macrantha verweist auf die auffallend großen Blüten dieses Lippenblütlers (Lamiaceae).

Merkmale: Die Blüten sind von auffallender Farbe. Von Juni bis August stehen sie purpurrosa in dichten Scheinquirlen in 30 bis 50 cm Höhe dicht über dem Laub. Die Kronenröhre ist mit 25 bis 40 mm deutlich länger als der Kelch. Die Blütenstände sind meist aufrecht mit 8 bis 20 Einzelblüten. Auch das Laub der dichtbuschigen Pflanzen ist sehr attraktiv und bei der Sorte ’Superba’ leicht graugün gefärbt. Die Grundblätter sind eiförmig, runzelig, mit herzförmigem Spreitengrund und grob gekerbtem Blattrand. Im Gegensatz zu anderen Arten sind die Blätter beim Großblütigen Ziest unterseits kaum behaart.

Standort und Verwendung: Der Großblumige Ziest ist eine hervorragende und sehr langlebige Gartenstaude für sonnige und halbschattige Standorte. Standzeiten von 30 Jahren und mehr, ohne dass die Pflanzen an Attraktivität verlieren, sind keine Seltenheit. Vor dem Hintergrund von Gehölzen wie auch in der sonnigen Rabatte fühlt er sich an frischen, lehmigen, nicht staunassen Standorten sehr wohl.

Begleitpflanzen und Sorten: In Staudenpflanzungen mit Beetstaudencharakter als auch in Wildstaudenpflanzungen lässt sich der Großblütige Ziest sehr gut integrieren. Aufgrund der dichten buschigen Horste wird er gern auch als Bodendecker eingesetzt. Blau- und weißblühende Stauden wie Glockenblumen sind ebenso gute Nachbarn wie Bergastern oder Katzenminze. Schöne Bilder ergeben sich auch mit dem zarten Grün des Frauenmantels, den weißen Blütenwolken der Bergminze oder mit Gräsern und silbergrauen Strukturstauden.


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